Je nach Herkunftsgebiet legen viele Tiere in der kalten Jahreszeit eine Pause ein. Die Tiere fallen in eine Art Starre, einer Winterruhe bzw. Winterschlaf. Die Herzfrequenz und Atmung werden extrem heruntergefahren, der Energieverbrauch wird dadurch auf ein Minimum reduziert. Somit ist dies die beste Möglichkeit die lebensfeindliche und futterlose Jahreszeit zu überstehen. Da die Natur dies im physiologischen Lebenslauf vorgesehen hat, wäre es falsch, sondern schädlich für die Tiere, wenn wir sie an dieser Ruhepause hindern würden, nur weil durch die Terrarientechnik die Möglichkeit haben 265 Tage lang Sommer zu erhalten.
Der Winterschlaf ist unverzichtbar für ein intaktes Immunsystem, korrektes Wachstum und einen ausgewogenen Hormonhaushalt. Wird die Winterruhe ausgelassen, sinkt die Lebenserwartung der Tiere.
Sogar Jungtiere müssen überwintern! Lediglich kranke, trächtige oder stark abgemagerte Tiere sollten wach bleiben.
Es ist falsch, die Tiere vor dem Winterschlaf zu mästen, denn fette Tiere können durch verstärkten Fettabbau während der Winterruhe erkranken.
Die Bereitschaft zum Winterschlaf wird durch äußere Einflüsse ausgelöst. Dies sind insbesondere Licht und Temperatur. Deswegen ist es wichtig, dass wir den natürlichen Rhythmus der Natur nachahmen und uns dabei an den Begebenheiten im Herkunftsland orientieren. Zwar haben die Tiere ein „innere Uhr“, nehme sie auch den Jahreszeitenwechsel außerhalb des Terrariums wahr.
Durch allmähliche Verkürzung der Beleuchtungsdauer, Verringerung der Wärmezufuhr im Zeitraum von ein paar Wochen, kommen die Tiere in Überwinterungsstimmung. Die Aktivität nimmt ab, bis die Tiere ihr Nahrungsaufnahme einstellen und sich irgendwann zurückziehen.



Die Landschildkröten

